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Tänzerische und rhythmische Bewegungserziehung
Allgemeine Bedingungen:

· TRB kann ab der 10. Schulstufe gewählt werden
· den Unterricht erteilen Lehrkräfte der Gegenstände „ Bewegung und Sport“ sowie "Musikerziehung oder Schlagwerk“
· der Wahlpflichtgegenstand kann bei der Reifeprüfung zum Fach Musikerziehung vertiefend gewählt werden, vorausgesetzt er wurde 2 Jahre hindurch besucht; eine praktische Darbietung im Rahmen der Reifeprüfung ist vorzusehen 


LEHRPLAN

Der Unterricht soll den Schüler/ die Schülerin für die vielfältigen Erscheinungsformen und Ausprägungen von Tanz und Rhythmus in Theorie und Praxis sensibilisieren.
Der Gegenstand Tänzerische und Rhythmische  Bewegungserziehung aktiviert Gestaltungs-, Wahrnehmungs- und Reflexionsprozesse mit selbsttätiger bewegungserzieherlicher, ästhetischer und rhythmischer Gestaltung als Zielsetzung.

Ziel des Gegenstandes TRB ist die Entwicklung und Förderung folgender Fähigkeiten:

- Freude am Erlebnis der Bewegung und der Leistungsfähigkeit des Körpers
- Fähigkeit der Koordination und Körperbeherrschung
- Körper- und Bewegungsbewusstsein durch vielseitige Bewegungserfahrung
- Wahrnehmungs- und Differenzierungsfähigkeit der Körpersinne
- Fähigkeit der rhythmischen Gestaltung mit Instrumenten und in der Bewegung
- rhythmische Grundfiguren erkennen umsetzen
- Selbstentfaltung und -findung durch kreative Bewegung zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens
  und der Lebensqualität
- Kompositionsfähigkeit durch bewusste Gestaltung in musikalischem, rhythmischem und
Bewegungsausdruck
- Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit durch Tanz und Bewegung in der Gruppe
- Offenheit für die Vielfalt tänzerischer Bewegungsformen und Rhythmen als Kulturgut
- Verantwortung für Teilbereiche in der Vorbereitung und Durchführung einer Tanzaufführung übernehmen

Fertigkeiten:

- Erwerb von Grundlagen des Bewegungshandelns und Verbesserung der individuellen Leistung
- tanztechnisches Bewegungskönnen
-Erwerb von Grundlagen des Rhythmisierens und Gestaltens mit verschiedensten Instrumenten
- Gestaltungskonzepte im Bereich Improvisation und Komposition in Verbindung mit  Eigenkompositionen
 akustischer Gestaltungen
- rhythmisches Notieren von verschiedenen Stilen

Kenntnisse:

- Wissen über anatomisch gerechtes Bewegen und die Eigenverantwortlichkeit für den Körper
- Aneignen von Wissen über tänzerische Bewegungsformen in historischem, ethnischem und 
bewegungstechnischem Bereich
- Analyse von Tanzstrukturen und Synthese dynamischer Bewegungsgestaltung
- Kritisch-konstruktive Auseinandersetzung mit Phänomenen der Bewegungskultur
-Erkennen und zuordnen von verschiedenen Stilen wie Latin, Rock, Klassik  

DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
 
Der Lehrstoff in Tänzerischer/ rhythmischer Bewegungserziehung bietet Inhalte, welche der jeweiligen Altersstufe, dem Leistungsstand, dem Schulprofil und den Interessen der Gruppe angepasst werden, sowie bewusste Koedukation ermöglichen sollen.

Aus den jahrgangsübergreifend jeweils 5 angeführten Lernfeldern sind aufbauend sinnvolle Schwerpunkte zu setzen, deren inhaltliche Überschneidung eine Intensivierung des Lerneffekts ermöglicht.

Entsprechend den Unterrichtsthemen und -situationen können die Rahmenbedingungen des Unterrichts in zeitlich (z.B. Blockung) oder räumlich (z.B. im Theater) adaptierter Form durchgeführt werden.

Realbegegnungen in Querverbindung zu anderen kulturellen Aktionen (z.B.Theaterbesuche, Workshops mit Gastlehrern, Besuch von bewegungs-, tanzorientierten und rhythmusorientierten Ausbildungsstätten ) oder fächerübergreifende Projektarbeit (v.a. mit den anderen Musischen Gegenständen) sollen genutzt werden.

Nach Möglichkeit soll die Unterrichtsarbeit durch die Teilnahme an öffentlichen Aufführungen o.ä. demonstriert werden.
 Zur Intensivierung der praktischen Arbeit ist auch eine theoretische Auseinandersetzung mit demThemenbereich tänzerische Bewegung und Rhythmen (Vertiefung des Bewegungshandelns durch Reflexion) anzustreben.

Die Beurteilung der Schüler soll nicht nur nach leistungsorientierten Gesichtspunkten erfolgen, sondern schließt in weiten Bereichen die Fähigkeit zur Teamarbeit und die Erfüllung von Arbeitsaufträgen mit ein. Nach Maßgabe sind schriftliche, videographische oder praktische Leistungsfeststellungen durchzuführen.

Diese angeführten didaktischen Grundsätze sind durch fachgerechte, sowie entsprechende methodische Arbeitsweise zu sichern.


LEHRSTOFF 6. KLASSE

Bewegungstechnischer Bereich

Erwerb tänzerischer Grundfertigkeiten
Dehn- und Kräftigungsgymnastik als Basis motorischen Eigenkönnens
Körper- und Haltungsschulung unter Beachtung des präventiven Aspekts
Gymnastische und tänzerische Grundformen auch mit Geräten
Aktionsformen v.a. Fortbewegungen, Sprünge, Drehungen, Gesten kennenlernen
Schulung von Bewegungsqualität durch Ausdruck und Focus

Rhythmustechnischer Bereich

Einfache Notenwerte in Grundfiguren erkennen und umsetzen können.

Wahrnehmungserfahrung

Sammeln von Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen durch optische, haptische und akustische Stimulanz
Spiele zur Förderung des physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens
Verbessern der koordinativen Fähigkeiten Gleichgewicht, Raumwahrnehmung, Orientierung, Rhythmusgefühl, Reaktionsfähigkeit und kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
 
Kreative Bewegungserziehung

Improvisation und Darstellungsaufgaben mit konkreten Aufgabenstellungen
Umsetzen von Rhythmus, Melodie und Harmonie in tänzerische Bewegung
Solo- und Kleingruppengestaltungen in räumlich-zeitlich gebundener und ungebundener Form
Reproduktion und Interpretation vorgegebenen traditionellen und zeitgenössischen Bewegungsmaterials
Darstellendes Spiel und Bewegungstheater, Nonverbale Kommunikation

Bewegungskultur

Ergänzende Reflexion zur praktischen Arbeit
Grundlagen der Bewegungsbeobachtung und –beschreibung
Berücksichtigung fachübergreifender Lerntransfers im Bereich Gestaltungslehre, Musiktheorie


Tanzprojekte

Teamarbeit erproben
Planung und Durchführung von aktuellen Tanzprojekten


LEHRSTOFF 7./ 8. KLASSE

Bewegungstechnischer Bereich

Formen tanzartspezifischer Grundstrukturen aus traditionellen und aktuellen Stilrichtungen
Tanztechnische Aufgaben, Musikalität, Merkvermögen mit erhöhter Komplexität

Rhythmustechnischer Bereich
     

Synkopen in verschiedenen Stilrichtungen der Musik unterscheiden und anwenden lernen

Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrung

Arbeit an der Bewegungsqualität
Sensibilisierung der Ausdrucksschulung
 

Kreative Bewegungserziehung

Geleitete Improvisationen zu Bewegungsthemen mit gedanklichen und musikalischen Stimuli
Reproduktion und Interpretation einer choreographischen Vorgabe aus den Bereichen Gesellschafts- und Bühnentanz
Tanzkomposition im Solo und/ oder für eine Kleingruppe choreographieren bzw. darstellen, mit dem Ziel
soziale Kompetenz in der Arbeit einer Kleingruppe als Tänzer, rhythmischer Gestalter und als Choreograph zu erwerben

Bewegungskultur

Tanzsoziologie und -geschichte: Erscheinungsformen des Tanzes in verschiedenen Kulturen
Bedeutung der Bewegung und des Tanzes in Verbindung mit Soziologie, Gesundheitserziehung, Musik, Kunst, Theater als Kulturgut
 

Tanzprojekte

Bühnen- und Projekterfahrung:
Zusammenhänge zwischen Körper, Bewegung, Musik, Raum und Ausstattung beachten
Einbindung verschiedener Stilrichtungen von Tanzmusik und den damit verbundenen Rhythmen