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Umwelt- und Ganzheitsmedizin



Dieser themenmäßig und inhaltlich aktuelle Wahlpflichtgegenstand zur Gesundheitserziehung aus ganzheitlicher Sicht ist einmalig in Österreich und wird derzeit nur am Ökogymnasium in Krems unterrichtet. 

Altes Wissen – neue Wissenschaft 

Großes Interesse an alt bewährten wie neu entdeckten Arzneipflanzen, deren Kultivierung, Verarbeitung sowie Anwendungsformen zeigen die SchülerInnen des Wahlpflichtfaches „Umwelt- und Ganzheitsmedizin“. Mag. Dr. Thomas Riedl von der Engel-Apotheke in Krems-Stein gibt darüber hinaus Detailinformationen zu speziellen Heilpflanzen und deren Inhaltsstoffen hinsichtlich ihrer medizinisch-pharmazeutischen bzw. ernährungsphysiologischen Bedeutung. Weiters werden wichtige Grundsätze der modernen Phytotherapie vermittelt und therapeutisch relevante Pflanzeninhaltstoffe exemplarisch vorgestellt mit dem Ziel, den Jugendlichen lebenswichtige Einsichten für den Umgang mit Arzneimitteln im Alltag zu eröffnen.

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kubelka ermöglicht den SchülerInnen gegebenenfalls auch an Vorträgen am Institut für Pharmakognosie der Universität Wien teilzunehmen und Einblick in den pharmazeutischen Forschungsbereich unter anderem auch in der
(Elektronen)Mikroskopie zu geben:






Anatomische und physiologische Grundlagen werden praxisbezogen vermittelt. Unter Berücksichtigung der Interessen der SchülerInnen werden Rinderherzen, Schweinehirn, Nieren etc. seziert und untersucht.

 

 

 

 

 


Gesundheit und Vitalität durch Atem- und Körperschulung:
Eine Optimierung der Körperhaltung wird durch leicht erlernbare Selbstbehandlungsmethoden, die mit Hilfe einfacher Atemtechniken in Verbindung mit bestimmten Körperhaltungen Verkrampfungen oder Blockaden lösen und Haltungsfehler korrigieren, zu erreichen versucht.  


Ganzheitsmedizinische Aspekte:
Orientierungshilfen in der natürlichen Vorbeugung von Krankheiten sowie in der Vielfalt diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten auf dem Gebiet der Ganzheitsmedizin werden in Zusammenarbeit mit Ganzheitsmedizinern durch informative Vorträge geboten.In diesem Kontext werden auch Aspekte aus den Bereichen Homöopathie, Ayurveda, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) u.a. beleuchtet. 



Vorträge und Exkursionen im Wahlpflichtfach „Umwelt- und Ganzheitsmedizin“  


Der Mensch im Zentrum: 

Im Wahlpflichtfach „UMWELT- und GANZHEITSMEDIZIN“ gab der bekannte Kremser Homöopath und Ganzheitsmediziner Dr. Franz Brunner einen Einblick in die tieferen Geheimnisse des Lebendigen. Die Bedeutung der je eigenen  Identität jedes Lebewesens stand im Mittelpunkt der Ausführungen, wobei Dr. Brunner betonte, dass wirkliche Heilung beim innersten Kern des Menschen und seinen Grundbedürfnissen ansetzt. Es zeigte sich, dass diese ganzheitliche Betrachtungsweise und das Wissen über die Zusammenhänge von Gesundheit – Krankheit – Heilung  für den künftigen Lebensstil der Jugendlichen von enormer Wichtigkeit ist. Kein Wunder, dass sich gerade dieser zeitgemäße Unterrichtsgegenstand bei den Schülern des Ökogymnasiums großer Beliebtheit erfreut.

Der zweite Nachmittag war der Beschäftigung mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gewidmet. Dr. Brunner schöpfte dabei aus seinen reichhaltigen persönlichen Erfahrungen, die er anlässlich eines Studienaufenthaltes in China machen konnte. Die Jugendlichen konnten der Frage nachgehen, warum wir krank werden und sich über die ursprüngliche Bestimmung des Menschen Gedanken machen.

 


 

Naturwissenschaftliche, psychologische und ethnologische Zugänge zur Komplementärmedizin: 

Die Wahlpflichtfachgruppe „Umwelt- und Ganzheitsmedizin“ mit Prof. Mag. Dr. Anna Frittum als Seminarteilnehmer an einer überfakultären Lehrveranstaltung an der Universität Wien:

Den Jugendlichen wurden naturwissenschaftliche,  psychologische und ethnologische Zugänge zur Komplementärmedizin ermöglicht. Der Bogen spannte sich von Placebos und deren Wirkmechanismen bis hin zu neurophänomenologischen Grundlagen veränderter Bewusstseinszustände sowie dem Schamanismus aus transkultureller Sicht und der physiologischen Basis schamanischer Therapien.

 

 

 


Univ. Prof. Dr. Karl Kratky
hielt sogar ein Privatissimum für die Schüler und Schülerinnen, wobei er auf deren Interessen und Fragestellungen näher einging. Als Professor am Institut für Experimentalphysik der Universität Wien und insbesondere aufgrund seiner interdisziplinären Tätigkeit (System- und Chaosforschung, Komplexität etc.) zeigte er verschiedene Blickwinkel auf, unter denen man die Realität sehen kann, stellte interkulturelle Bezüge her und vertiefte auf anschauliche Weise das Verständnis, worum es bei Gesundheit und Krankheit überhaupt geht. Vergleich und Integration von  naturgemäß unterschiedlichen medizinischen Richtungen und den damit verbundenen Weltbildern bilden die Schwerpunkte seiner Forschung und Lehre. 


Psychische Gesundheit - Neues integrales Lernen - Progressive Relaxation nach JAKOBSON: 

Der engagierte Kremser Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Dr. Helmut Schultes, war in der Funktion als Obmann und Initiator des Vereines „Neues Lernen“ im Wahlpflichtfach „Umwelt- und Ganzheitsmedizin“ der 6. und 7. Klassen des Ökogymnasiums zu Gast. Er präsentierte neue ganzheitliche Lernmethoden kombiniert mit praktischen Entspannungsübungen nach Jakobson.
Dr. Schultes zeigte die psychische Entwicklung des Menschen nach D.Stern und E. Erikson und Modelle zur Wirkung und Wechselwirkung von Risiko-, Belastungs- und protektiven Faktoren auf. Wir erkannten die Notwendigkeit, die Situation des Menschen immer im Gesamtkontext des Lebenskontinuums unter pathogenetischer und salutogenetischer Perspektive zu betrachten und stellten Überlegungen hinsichtlich gesundheitsfördernder Einflüsse an.

Die Wichtigkeit des integralen Lernens wurde insofern betont, als die Erkenntnisse der Lernpsychologie über Funktion von Kurz- u. Langzeitgedächtnis vermittelt und Techniken des Lernens vorgestellt wurden. Insgesamt ist dabei ein entsprechendes stressarmes Milieu von besonderer Bedeutung. Darüberhinaus stellt ‚Lernen ohne Stress’ auch einen wesentlichen Faktor für die Gesundheit im Allgemeinen dar.

 In der Engel-Apotheke in Stein...

...bekamen wir Einblick in wesentliche Aufgabenbereiche eines Pharmazeuten. Praktischer Teil unseres Besuches bei   Mag. Riedl war die Herstellung von Heilsalben:                                                        




                 Im Kremser Krankenhaus…
            






...unterwegs von Station zu Station, um die zuständigen Ärzte, Krankenschwestern und auch Patienten zu interviewen und die Leistungen dieser Institution näher kennenzulernen:




Thesen zur Suchtprävention...


 ...wurden im Rahmen eines Vortrages erläutert. Viele Einflüsse und Faktoren spielen bei der Suchtentstehung zusammen. Hinter einer Sucht steht oft die Unfähigkeit, mit Problemen und Konflikten in konstruktiver Weise umzugehen. Jugendliche zeigen sog. Verhaltensauffälligkeiten lange bevor sie süchtig werden. Diese sollten daher auf jeden Fall ernst genommen werden. Lösungen müssen dort gesucht werden, wo die Ursachen für das Suchtverhalten liegen: bei Schwierigkeiten im Alltag, bei der Persönlichkeit eines Menschen, den Einflüssen aus Umwelt und Gesellschaft und bei den Suchtmitteln. Dem Mangel an Lebenssinn ist mit der Forderung des Verzichts allein nicht beizukommen.  Nicht die Suchtmittel an sich sind das Problem, sondern der Umgang mit ihnen. Suchtprävention lässt sich daher nicht durch eine einmalige Aktion erreichen, sondern ist ein langfristiges Unternehmen.